Dr. Erich Laminger
Unternehmensberater und Experte auf dem Gebiet der Burnout-Prävention

Psychischen Erkrankungen im Vormarsch

Die Zahl der Arbeitnehmerinnen mit psychischen Erkrankungen steigt seit Jahren branchenübergreifend alarmierend an. Doch das muss nicht sein, meint Dr. Erich Laminger, Unternehmensberater und Experte auf dem Gebiet der Burnout Prävention. „Führungskräfte können einiges gegen Burnout in ihrem Unternehmen tun.“, erklärt Laminger. „Ein ganz wichtiger Punkt ist die Kommunikation zwischen Führungskräften und Mitarbeitern. Wie offen und respektvoll wird mit dem Mitarbeiter gesprochen? Führung ist auch eine Supervisionsrolle, die jemand nicht leben kann, der nicht ausgeglichen ist.“

Nicht jede/r in seinem/ihrem Fachgebiet erfolgreiche Aufsteigerin ist für eine Führungsaufgabe geeignet. Dr. Laminger: „Mitarbeiterführung ist eine Aufgabe, in der man sich vom eigentlichen Fach ein großes Stück weit entfernen und den Umgang mit Menschen mögen muss. Wenn jemand  von seiner Prägung am besten in einer Spezialistenlaufbahn aufgehoben wäre, aufgrund des Systems aber nur in einer Führungsrolle Karriere machen kann, landet er im falschen Job.“

Burnout Prävention durch ein ausgeglichenes Arbeitsumfeld

Doch wie steht es um die aktive Burnout Prävention in heimischen Unternehmen, Herr Dr. Laminger? „Einerseits ist Burnout Prävention in aller Munde. Andererseits ist das Burnout aber  immer noch keine genau definierte Krankheit, daher werden besonders im Früherkennungsbereich viele Anzeichen einfach übersehen.“

Wer Glaubwürdigkeit, Respekt, Fairness, Stolz und Teamgeist in seinem Unternehmen fördert, muss sich zum Thema Burnout nicht viele Gedanken machen. „Wo diese Grundsätze gelebt werden, wird betrieblich bedingtes Burnout kaum existieren. Führungskräfte sollten Anerkennung für Einsatz und Leistung zeigen. Auch das Miteinbeziehen der Meinung von Mitarbeiterinnen in Entscheidungen trägt zum respektvollen Umgang mit Arbeitnehmerinnen bei und beugt damit betrieblichen Burnouts vor.“, stellt der Unternehmensberater klar. Denn: „Der ideale Arbeitsplatz ist der, wo man sich nicht nur auf Freitag, sondern auch auf Montag freut.“