Was versteht man grundsätzlich unter dem Begriff Shiatsu?

Shiatsu ist eine eigenständige, in sich geschlossene, ganzheitliche, manuelle Körper- und Energiearbeit. Shiatsu kommt aus Japan, wurde in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts als offizielle Therapieform in Japan  etabliert und setzt sich aus verschiedenen körperbezogenen Ansätzen manualtherapeutischer Formen zusammen.

Roberto Preinreich
Europäisches Shiatsu Institut

Der theoretische Hintergrund kommt sowohl aus der japanischen wie auch aus der chinesischen Medizin. Im weitesten Sinne kann man Shiatsu mit Akupunktur vergleichen, deren energetisches Konzept sehr ähnlich ist.

Bei welchen Beschwerden kann Shiatsu angewandt werden?

Shiatsu wirkt vor allem in der Prävention und bei allgemeinen Befindlichkeitsstörungen wie Kopfschmerzen, Wetterfühligkeit oder Schlafstörungen, die nicht gleich als Krankheit diagnostiziert werden.

Auch in der Rehabilitation nach Unfällen und Schlaganfällen wird Shiatsu unterstützend im Heilungsprozess angewandt, eignet sich aber auch begleitend zu unterschiedlichen schulmedizinischen Therapien und bei Schwangerschaften. Last but not least stärkt Shiatsu bei regelmäßiger Anwendung  das Immunsystem und baut Stress ab.

Also ist Shiatsu für Jung und Alt, Groß und Klein, Mann und Frau geeignet?

Das Schöne daran ist, dass Shiatsu keine Grenzen kennt. Egal, ob Baby oder Leistungssportler, ob in der Geriatrie oder Palliativmedizin, das Anwendungsspektrum ist breitgefächert und immer steht der Mensch, nicht seine Beschwerden im Mittelpunkt der Behandlung.

Macht Shiatsu auch am Arbeitsplatz Sinn?

Natürlich. Es gibt Shiatsu-PraktikerInnen, die mit ihrem Equipment direkt in Firmen fahren und dort praktizieren. Der Österreichische Dachverband für Shiatsu ist Kooperationspartner der SVA in der Gesundheitsvorsorge. Im Zuge dessen können SVA-Mitglieder den sogenannten Gesundheits-Hunderter für Shiatsu-Behandlungen in Anspruch nehmen. Auch am Arbeitsplatz.