Der Schlaganfall gilt in Österreich nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs als die dritthäufigste Todesursache überhaupt und ist bei Erwachsenen die häufigste Ursache für Behinderungen. Bei rechtzeitiger Behandlung kann von vier Betroffenen mindestens ein Patient vor einer Behinderung bewahrt werden.

Doch noch immer wird in zahlreichen Fällen viel zu viel Zeit verloren, weil Betroffene und Angehörige bei entsprechenden Symptomen zuwarten oder diese Symptome gar nicht erst erkennen.

Risikogruppen

Ein Schlaganfall trifft nicht nur alte Menschen. Zahlreiche Risikofaktoren tragen ihren Teil dazu bei, dass er auch in jüngeren Jahren auftreten kann. Raucher etwa leben neben vielen anderen potenziellen Erkrankungen ebenso mit einem deutlich höheren Schlaganfallrisiko. Auch Menschen mit hohem Blutdruck, Diabetes, übermäßigem Stress oder stark erhöhten Cholesterinwerten sind wahrscheinlicher von einem Schlaganfall betroffen als andere.

Durch ungesunde Ernährung und einen entsprechenden Lebensstil mit Rauchen und häufigem Alkoholkonsum werden SchlaganfallpatientInnen auch immer jünger.

Warnsignale & Symptome

Doch woran lässt sich ein Schlaganfall für einen Laien erkennen? Wie weiß ich, ob ich die Rettung holen soll oder doch nicht? Wenn etwa plötzlich eine halbseitige Schwäche oder Lähmung im Gesicht oder an Armen und Beinen auftritt. Wenn plötzliche Sprachstörungen irritieren oder Gesagtes von einem Moment auf den anderen nicht mehr verstanden wird.

Wenn Sehstörungen bis zur völligen Erblindung eines Auges auftreten. Eventuell sogar noch begleitet mit extrem starken Kopfschmerzen und einer Genicksteife. Dann wird es höchste Zeit, den Notarzt zu rufen. Denn dann besteht akuter Schlaganfallverdacht.

Auch wenn diese Symptome nach einigen Minuten wieder verschwinden, muss der Betroffene sofort ins Krankenhaus. Diese Vorzeichen können einen schweren Schlaganfall auch ankündigen. Zuwarten kann fatal sein, denn bei einem Schlaganfall zählt ab dem ersten Auftreten erster Symptome jede Minute.