Univ.Doz.Dr. Udo Zifko
Facharzt für Neurologie und Psychiatrie im Rudolfinerhaus und Leiter des Zentrums Gesundes Gehirn

Häufige Krankheitsbilder sind der Schlaganfall, Demenz, Hirntumore, Multiple Sklerose, Morbus Parkinson als auch sämtliche Nerven- und Muskelerkrankungen. Ebenso zu nennen sind auch Kopfschmerzen, Schwindel, Wirbelsäulenschmerzen, unklare Gefühlsstörungen in den Extremitäten und Andere.

 

Behandlungsfortschritte 

Die Bedeutung des Fachgebietes der Neurologie wird zunehmend größer. Dies sowohl aufgrund deutlicher Fortschritte bei Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten als auch der zunehmenden Lebenserwartung. Zahlreiche neurologische Krankheiten sind altersabhängig und daher derzeit in deutlich ansteigender Häufigkeit anzutreffen. Es hat sich zum Beispiel die Schlaganfall- Therapie in den letzten zwei Jahrzehnten dramatisch verbessert und der Schlaganfall ist mittlerweile in vielen Fällen sehr gut beherrschbar und gut zu behandeln.

Dafür muss aber auch eine gute Aufklärung der Bevölkerung erfolgen um auf das Auftreten entsprechender körperlicher Symptome rasch reagieren zu können. Gleiches gilt aber auch bei chronischen Erkrankungen. So ist gerade bei einer beginnenden Demenz die frühzeitige Diagnose besonders wichtig, da die vorhandenen Medikamente vor allem im Frühstadium hilfreich sind.

 

„Fit im Gehirn - eine häufig übersehene Präventionschance.“ 

 

Betreuung und Neurorehabilitation

Zusätzlich ist bei vielen neurologischen Erkrankungen eine intensive Angehörigenbetreuung und – begleitung wesentlich. Diesbezüglich wird auch auf die zahlreichen Selbsthilfegruppen verwiesen. Eine sehr positive Entwicklung zeigte der Ausbau von flächendeckenden Neurorehabilitationseinrichtungen, welche die umfassende Behandlung der Patienten möglich macht.

 

Ursachen und Prävention 

Viele neurologische Erkrankungen treten nicht schicksalshaft auf, sondern sind Folge von Lebensstil und nicht behandelten Vorerkrankungen, wie Bluthochdruck, Diabetes oder Hypercholesterinämie. Gerade daher ist die Prävention zur Erhaltung der geistigen Fitness besonders wichtig und es finden sich in dieser Ausgabe daher Beiträge über spezifische Präventionsmöglichkeiten.

Zahlreiche Studien belegen die Wirksamkeit von regelmäßigem körperlichen Ausdauertraining als auch regelmäßiger geistiger Aktivität zur Prävention der Alzheimer- Erkrankung. Darüber hinaus ist eine entsprechende vitaminreiche Kost mit hohem Anteil ungesättigter Fettsäuren und ausreichend Antioxidantien ebenfalls wesentlich für einen gesunden Geist.