Was erleben wir in Unternehmen, in denen MitarbeiterInnen über eine „schlechte“ Führung berichten? Wir können feststellen, dass es zu negativen Beanspruchungsfolgen bis hin zu Burnout kommen kann. Die international Führenden in dieser Forschung, Christina Maslach und Michael Leiter, haben sechs Bereiche erkannt, die zu einer produktiven oder umgekehrt zu einer Burnout-fördernden Arbeitsumgebung führen. Diese Rahmenbedingungen müssen in der Burnout-Diskussion unbedingt über die persönlichen Faktoren hinaus betrachtet werden.

Kerndimensionen der gesundheitsförderlichen Führungskultur

Auf der Basis der Ergebnisse von Leiter und Maslach sehen wir die Dimensionen gesundheitsförderlicher Führung in Arbeitseinteilung, Handlungsspielraum, Anerkennung, Fairness, Gemeinschaft, Werte und der Vorbildfunktion für Gesundheit. Eine Führungskraft kann selbst viel zu einer guten Arbeitsumgebung beitragen, im Wesentlichen sollte die Kultur im Unternehmen aber die Führung unterstützen.Dabei darf auch die Gesundheit der Führungskraft selbst nicht vergessen werden. Unsere Studien zu Führungskultur zeigen sogar, dass der Faktor „Werte“ die stärkste Kraft hat vorherzusagen, ob MitarbeiterInnen ein Unternehmen verlassen wollen oder innerlich emigrieren.

Belastungen - Beanspruchung und Erholung/Ressourcen

Gesundheitsförderliche Führung führt auch zu einer ausgewogenen Erholungs-Beanspruchungs-Balance sowohl für die Führungskraft als auch für die MitarbeiterInnen. Unterstützen wir die Forderungen an Führungskräfte, indem wir auf die Unternehmensumgebung achten und die Kultur für gesunde Führung ermöglichen. Es geht darum, Engagement zu erreichen.