Bei einer erfolgreichen Schlaganfall-Therapie arbeiten sowohl ÄrztInnen und Pflegekräfte als auch Fachpersonal aus den Bereichen Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Psychologie eng mit den PatientInnen selbst, aber auch deren Angehörigen, zusammen. Das oberste Ziel der Rehabilitation ist dabei klar: den Betroffenen ein weitgehend uneingeschränktes und selbständiges Leben nach dem Schlaganfall zu ermöglichen.

Verlorene Fähigkeiten wiedererlernen

Für Schlaganfall-PatientInnen können alltägliche Handgriffe und Bewegungsabläufe zunächst scheinbar unüberwindbare Hürden darstellen, da Betroffene in ihrer körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit mehr oder weniger stark eingeschränkt sind. Doch mithilfe von beispielsweise physiotherapeutischen oder logopädischen Übungen können verloren gegangene Funktionen und Fähigkeiten wieder neu erlernt und trainiert werden.

Dabei hilft ein von ExpertInnen erstelltes, individuelles Rehabilitationsprogramm, das sich aus Maßnahmen der Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie und Neuropsychologie zusammensetzt.

Reha beginnt mit dem ersten Tag

Soweit es der Zustand der betroffenen Person erlaubt, beginnt die Rehabilitation nach einem Schlaganfall bereits am ersten Tag der stationären Aufnahme. Diese Betreuung im Akutspital dauert durchschnittlich drei Wochen. Nach der Frührehabilitation im Krankenhaus folgt im Idealfall die Betreuung in einer speziellen Rehabilitationseinrichtung oder in einer Tagesklinik.

Dabei ist die ambulante Variante vor allem für PatientInnen mit leichten Beeinträchtigungen vorgesehen. Verschiedene Gesundheitsdienste und Hilfsorganisationen bieten zudem die Möglichkeit einer mobilen Physiotherapie für zu Hause an. Auch Schulungen für Angehörige im richtigen Umgang mit Schlaganfall-PatientInnen werden von verschiedenen Organisationen durchgeführt.

Denn auch in den eigenen vier Wänden können PatientInnen, auch dank neuer Therapieansätze und kompakter, medizinischer Geräte, effizient an der Wiedererlangung ihrer körperlichen und geistigen Fähigkeiten arbeiten.

Schmerzfreie Therapiemöglichkeiten

Da viele Schlaganfall-PatientInnen an eingeschränkter Mobilität leiden und die vorhandenen Therapieressourcen oftmals begrenzt sind, gibt es neue, alternative Ansätze, um die konventionellen Trainingsmethoden rund um Physiotherapie und Logopädie zu ergänzen. Immer mehr moderne medizinische Geräte zur Verbesserung der Sensomotorik können von PatientInnen problemlos zu Hause verwendet werden.

Sie lassen sich aufgrund ihrer kompakten Bauweise und einfachen Anwendung leicht in den Alltag integrieren und sollen dabei helfen, effizient und kostengünstig zur Verbesserung sensomotorischer Defizite beizutragen. Auch Betroffene, deren Schlaganfallereignis bereits sehr lange zurückliegt, profitieren von den Therapiemöglichkeiten mit diesen Geräten.

Auch wenn viele Menschen mit Begriffen wie Rehabilitation oder Therapie Negatives wie Schmerzen und Nebenwirkungen verbinden, so sind doch die meisten Schlaganfall-Therapieansätze wie auch die auf neuroplastischen Prinzipien basierenden Rehabilitationsmaßnahmen schmerzlos und nebenwirkungsfrei.