Dr. M. Reza Talebzadeh
Ambulatorium für Herz-Kreislauf Diagnostik und Therapie

Was ist Cholesterin eigentlich genau?

Bei Cholesterin handelt es sich um eine Fettsubstanz, die im Körper selbst gebildet oder auch mit der Nahrung dem Körper zugeführt wird. Cholesterin wird für den Aufbau der Zellmembranen und zur Hormonproduktion benötigt.

Dabei wird zwischen schlechtem Cholesterin (LDL) und gutem Cholesterin (HDL) unterschieden.

Wie wirkt sich LDL aus?

Die LDL enthalten sehr viel Cholesterin. Ist die Konzentration an LDL im Blut zu hoch, werden diese in den Gefäßen abgelagert und begünstigen somit den Prozess der Arteriosklerose oder Gefäßverkalkung.

Was sind die daraus resultierenden Folgen?

Das befallene Gefäß wird dadurch verengt oder zur Gänze verstopft. Dadurch wird die Blutzufuhr für das von diesem Gefäß abhängige Organ unterbrochen. Dies kann zu einem Infarkt führen. Je nachdem, welcher Körperteil betroffen ist, spricht man von einem Herzinfarkt, Schlaganfall (Hirn) oder der Schaufensterkrankheit (Beine).

Wie erkennt man einen zu hohen Cholesterinspiegel?

Nur bei gewissen Formen des angeborenen Cholesterinüberschusses kann man direkte Symptome erkennen. Ansonsten verläuft diese Erkrankung über Jahre  still und leise und zwar so lange, bis sich die lebensbedrohlichen Folgeerkrankungen durch die Gefäßverkalkung bemerkbar machen. Die einzige Möglichkeit, dieser Krankheit auf die Spur zu kommen, sind regelmäßige Blutuntersuchungen.

Was kann zur Senkung des Cholesterinspiegels beitragen?

Es gibt die Möglichkeit einer medikamentösen Therapie, aber auch eine Änderung des Lebensstils ist notwendig. Bewegung ist genauso wichtig wie eine gesunde und fettarme Ernährung. Dabei wird eine traditionell mediterrane Kost empfohlen. Diese besteht vor allem aus: Obst, Gemüse, Kartoffeln, Reis, Nüssen, Hülsenfrüchten, Getreide und Fisch. Außerdem wird der Konsum von einfach- und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, wie in Olivenöl und Rapsöl, empfohlen.