Anhaltend hohe Zuckerwerte schädigen die kleinen (Mikroangiopathie) und großen (Makroangopathie) Blutgefäße und fördern eine Verkalkung der Arterien (Arteriosklerose). Deshalb erleiden DiabetespatientInnen zwei- bis viermal so häufig einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine periphere arterielle Verschlusskrankheit.

Sind die Herzkranzgefäße davon betroffen, wird von einer koronaren Herzerkrankung gesprochen. Sie liegt mit großem Abstand an erster Stelle der Todesursachen und äußert sich in Brustschmerzen und Engegefühl über der Brust.

Infolge von Nervenschäden fehlen diese Warnhinweise oft bei Diabetikern. Diese morphologischen und funktionellen Veränderungen der Herzkranzgefäße können zu Herzinfarkt, zur Herzschwäche (Herzinsuffizienz) und zum Tode führen.

Typ-1-Diabetiker haben ein höheres Risiko, an Arteriosklerose zu erkranken. Sie verläuft bei ihnen meist  schneller und schwerwiegender als bei Nichtdiabetikern, zeigt ein rasches Fortschreiten und führt häufig zu schweren Komplikationen wie Myokardinfarkt, Schlaganfall und Absterben von Teilen des Fußes (ischämische Fußgangrän).

Doch auch bei Diabetikern vor dem 50. Lebensalter liegt der Herzinfarkt an erster Stelle der Todesursachen. Insgesamt bilden Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit 60 Prozent die Haupttodesursache bei Diabetes.