Otto Spranger
Betroffener und Sprecher der Österreichischen Lungenunion

Eine so enge „Partnerschaft“ funktioniert aber nur dann zufriedenstellend, wenn ich möglichst viel über den „Lebenspartner“ weiß.

Nur dann kann ich mich auf mein Gegenüber einstellen, Konflikte können vermieden werden und ein angenehmes Miteinander ist möglich. Auch bei Krankheiten wie Allergien, Asthma bronchiale oder der  COPD  müssen wir uns auf eine Dauerbeziehung einstellen, mit all ihren Höhen und Tiefen. Aber: Wissen wir immer genau, mit wem wir zusammenleben und wie wir diesen „Partner“ behandeln müssen?

Leben mit Atembeschwerden

Leben mit Allergien, Asthma oder COPD heißt deshalb auch: Selbstkontrolle, Selbstbehandlung, Selbstmanagement. In diesem Fall muss ich aber wissen, was in welcher Situation zu tun ist. Was die Krankheit mit mir macht und wie ich mich richtig verhalte. Dazu muss ich umfassend informiert und geschult werden.

Korrekter Umgang

Im Rahmen verschiedener Patientenschulungen für COPD, Allergien und Asthma erhalten Betroffene notwendiges Wissen über ihre Erkrankung. Solche Patientenschulungen vermitteln grundlegende Kenntnisse über Atmung und Management der Erkrankung sowie die Besprechung aller Medikamente, welche für die notwendige Therapie verschrieben werden. Die Betroffenen lernen in solchen Schulungen, wie die Anwendung ihrer Inhalationsgeräte funktioniert sowie den Umgang mit ihrer Krankheit. Zusätzlich können Patienten allgemeine Informationen zu Raucherberatung, Notfallverhalten und Urlaubsplanungen erhalten. Entspannungsübungen, Bewegung und Atemtechniken sind bei Betroffenen Grundvoraussetzungen, um mit der Erkrankung beruhigt leben zu können.
 

Die Krankheit managen

Patienten mit Atemwegserkrankungen können erfahrungsgemäß gute „Selbst-Manager“ sein. Dazu muss man zwar kurzfristig wieder die „Schulbank drücken“, lernt aber alles Notwendige für den Alltag. Als informierter Patient kann man dann seinen Krankheitszustand zu jeder Zeit einschätzen, bei einer Verschlechterung der Symptome ruhig bleiben und wissen, wann welches Medikament in welcher Situation einzusetzen ist und wann man unbedingt sofort einen Arzt aufsuchen sollte. Also, geben Sie sich einen Stoß und gehen Sie’s an.