Die leckeren Walnüsse, mit dem der Eisbecher garniert war, stellten sich für Manuela als tückisch heraus. Bauchschmerzen und Durchfall waren die Folge. Manuela leidet unter einer Nahrungsmittelunverträglichkeit. Sie verursacht bei den Betroffenen unangenehme Beschwerden. Unter dem Oberbegriff der Lebensmittelunverträglichkeit verbergen sich eine Reihe sehr unterschiedlicher Krankheitsbilder, die von Medizinern jedoch nur sehr schwer zu diagnostizieren sind.

 

Erwerb im Laufe des Lebens

Überwiegend erwirbt man die Lebensmittelunverträglichkeit im Laufe des Lebens durch Lebensmittel auf die der Körper mit einer Unverträglichkeitsreaktion reagiert. Dazu gehören Reaktionen auf vergiftete oder verdorbene Lebensmittel, Enzymdefekte oder -Mangel, wie sie bei der Laktose- oder Fruktoseintoleranz auftreten.

Zur Lebensmittelunverträglichkeit gerechnet werden aber auch Reaktionen auf Lebensmitteln, die mit einem hohen Gehalt an sogenannten «pharmakologisch aktiven Substanzen» ausgestattet sind. Dazu gehört das Histamin, das unter anderem in Käsesorten, Schokolade, Erdbeeren, Tomaten, Schalentieren oder in Rotwein vorkommt.

 

Unterschiedliche Reaktionen

Ärzte klassifizieren die Unverträglichkeitsreaktionen. Sie werden in toxische und nichttoxische Reaktionen eingeteilt. Bei der toxischen Unverträglichkeit reagiert der Körper auf ein Gift, beispielsweise nach dem Verzehr von giftigen Pilzen oder verdorbenen Nahrungsmitteln. Dabei ist die Bandbreite der Reaktionen unterschiedlich, während in manchen Fällen der Betroffene lediglich leichte Magen-Darm-Beschwerden hat, können die Symptome einer Lebensmittelvergiftung auch schwerwiegender sein und im Ernstfall sogar lebensbedrohlich werden. Bei der nicht-toxischen Unverträglichkeit reagiert der Körper empfindlich auf einen Nahrungsbestandteil.