Welche Pflanzen liefern Öl?

Es gibt Ölpflanzen, deren Früchte fetthaltiges Fruchtfleisch besitzen (Olive, Avocado) und Ölpflanzen, deren Samen Fett enthalten (Sesam, Lein, Raps, Hanf, Soja, Sonnenblume).

Was beinhaltet Öl?

In Öl steckt Energie in Form von Fetten. Außerdem enthalten Öle fettähnliche Stoffe, natürliche Farbstoffe, die fettlöslichen Vitamine A, D, E, K sowie Cholesterin und Lecithin.

Was ist gutes, was schlechtes Öl?

Die Fette im Öl sind gesättigt oder ungesättigt. Gesättigtes Fett verstärkt den Hunger, sodass wir oft zu viel essen – und auch zu viel Fett. Das erhöht den Spiegel von negativem LDL-Cholesterin, was Herz-Kreislauf-Erkrankungen bedingen bzw. fördern kann. Auch Gefäßverkalkungen werden davon begünstigt. Gleichwohl ist gesättigtes Fett nicht per se böse: Unser Nervensystem braucht es als Botenstoff.

Was ist Bio-Öl?

Die Art und Weise, wie die Ölpflanzen angebaut werden und daraus Öl gewonnen wird, nimmt Einfluss auf die Qualität des Öls. Im konventionellen Landbau kommen, anders als im ökologischen, chemische Pflanzenschutzmittel, Kunstdünger und Gentechnik zum Einsatz. Hinzu kommt bei der Verarbeitung von Bio-Ölen der Verzicht auf Zusatz- und Hilfsstoffe.

Was ist kaltgepresstes Öl?

Kaltpressung heißt, dass das Öl kalt gepresst wird. Reibung und Druck sind die Mittel der Wahl zur Ölgewinnung. Anschließend wird das Öl gefiltert. Kaltgepresstes Öl enthält alle seiner Inhaltsstoffe. Weil keine Wärme zugeführt wird, findet keine Oxidation statt. Ein solches Öl wird auch mit dem Attribut „native“ (bei Olivenöl auch: "virgin") gehandelt.  

Was ist raffiniertes Öl?

Raffiniertes, also dem Namen nach „veredeltes“, „gereinigtes“ Öl wird bei über 100 Grad Celsius heiß gepresst. Während der Raffination verliert ein Öl an Geschmack, Farbe und Nährwerten. Es schmeckt am Ende neutral, ist hell und lange haltbar.

Was bringt Öl im Essen?

Öle sind Geschmacksträger, sie bringen ihren Eigengeschmack in Speis und Trank ein oder betonen den Geschmack anderer Zutaten. Sie lassen sich süß und deftig, kalt und warm verarbeiten: sowohl in Vor-, als auch in Haupt- und Nachspeisen.

 

Ein Öl für alles

 

Rapsöl hat einen milden, neutralen Geschmack und ist damit ein Universalöl, das sich in der Küche vielseitig verwenden lässt.

Sommerliches drei Gänge Menü mit Rapsöl:

 

Vorspeise

Radieschensalat mit Jungzwiebel 

Zutaten:

  • 1 Apfel
  • 6 Jungzwiebeln
  • 3 Bund Radieschen
  • 4 EL Essig
  • 1 EL frische Kresse
  • 4 EL Rapsöl
  • 1 Prise Pfeffer
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Zucker

Zubereitung:

  1. Radieschen putzen, waschen und in dünne Scheiben schneiden. Geputzte Zwiebeln in Ringe und den geschälten, entkernten Apfel ebenfalls in Scheiben schneiden.
  2. Für die Marinade Essig, Rapsöl, Salz, Pfeffer, Zucker und Kräuter gut vermischen.
  3. Radieschen, Apfelscheiben und Zwiebel in eine Schüssel geben, mit der Marinade übergießen, gut vermengen und durchziehen lassen.

Hauptgang

Indisches Auberginen-Kartoffel-Ragout 

Zutaten:

  • 2 Schalen Aubergine geschnitten
  • 2 Schalen Kartoffeln geschnitten
  • 1 große Zwiebel gehackt
  • 1–2 Tomaten gehackt
  • 1 TL Ingwer gehackt
  • 2 Knoblauchzehen gehackt
  • 1 TL Kreuzkümmel ganz
  • 1 TL Garam Masala
  • 1 TL Koriander Pulver
  • 1 TL Chili Pulver
  • 1/4 TL Kurkuma
  • 1/2 TL Salz
  • 2 EL Rapsöl
  • 3/4 Tasse Wasser

Zubereitung:

  1. Als erstes Zwiebel, Tomaten, Ingwer und Knoblauch in einen Mixer geben und zu einer Paste pürieren.
  2. 2 EL Rapsöl erhitzen und den Kreuzkümmel auf niedriger Flamme für ungefähr 3 Minuten anbraten.
  3. Die pürierte Paste, Koriander, Chili und Kurkuma Pulver hinzugeben, gut mischen und für 5 Minuten weiter braten.
  4. Kartoffeln, Salz und ungefähr eine 3/4 Tasse Wasser hinzugeben, mischen und zugedeckt etwa 15 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln gar sind.
  5. Auberginen hinzugeben, mischen und nochmal zugedeckt für 7–10 Minuten köcheln lassen, bis die Auberginen durch sind. Falls nötig, ein klein wenig Wasser hinzugeben.
  6. Zum Schluss Garam Masala untermischen.

Dessert

Zitronenkuchen 

Zutaten:

  • 2 Zitronen (unbehandelt)
  • 150 ml Rapsöl
  • 175 g Zucker
  • 3 Eier
  • 175 g Mehl
  • 125 g Weizenstärke
  • 1/2 Pkch. Backpulver
  • 2 EL Milch
  • 150 g Puderzucker

Zubereitung:

  1. Die Zitronen mit Würfelzucker abreiben (oder 1–2 TL Zitronenzucker verwenden) und entsaften. Rapsöl mit Zucker, Eiern, Zitronenschale und der Hälfte des Zitronensaftes mit dem Handrührgerät gut verrühren. Mehl, Weizenstärke und Backpulver mischen und zugeben, unterrühren und die Milch zufügen.
  2. Die Masse in eine mit Rapsöl ausgestrichene Teekuchenform füllen und bei 180° C 40-45 Minuten hellbraun backen. Wenn der Kuchen zu dunkel wird, mit Alufolie abdecken oder die Hitze leicht reduzieren.
  3. Für den Zitronenguss den Puderzucker mit dem restlichen Zitronensaft glatt rühren. Den Kuchen ein wenig abkühlen lassen, aus der Form lösen und den noch warmen Kuchen mit dem Zitronenguss überziehen.

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